Tourismus
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Reisen in Chile

Reisen Sie nach Chile? Reiseziele zu den wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten.

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Chile ist ein Land, das eine große Vielfalt von Menschen, Orten und Landschaften bietet. Die große Nordregion (Region Norte Grande), die von der Atacamawüste bestimmt wird, birgt die Kupfermine mit dem weltweit größten offenen Tagebau, dem Valle del Tatío, mit seinem Geysir und dem Dorf San Pedro de Atacama und anderen interessanten Orten. Es herrscht ein gemäßigtes Wüstenklima und außer in der Region des Altiplano, wo es von Januar bis März regnen kann, werden keine Niederschläge verzeichnet.

Der „kleine Norden“ (Norte Chico) von Chile ist eine gemäßigte Region, die reich an qualitativ hochwertiger Landwirtschaft ist. Eine berühmte Frucht ist die Papaya. Diese Region ist auch bekannt für das Nationalgetränk „Pisco“ (Weinbrand aus weißen Trauben) oder Pisco Sour, (ein Mixgetränk aus Pisco mit Zitronensaft, Eiklar und Zucker). Die wohl schönste Stadt ist La Serena, mit ihren weiten, weißen Sandstränden und dem weichen Wellenschlag. Da der Himmel über diesen Teil von Chile der klarste der Welt ist und man tausende von Sternen und Konstellationen am Firmament sehen kann, befinden sich im Landesinneren, nahe den Flusstälern des Elqui und des Choapa die Sternwarte der Europäischen Union und das Observatorium El Tololo.

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Das Zentraltal ist die Region, in der sich die Hauptstadt von Chile, Santiago, mit knapp 6 Millionen Einwohnern befindet. An der Küste liegt der Hafen von Valparaiso, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde und das benachbarte Viña del Mar. In diesem Kurort mit seinen vielen Stränden und Promenaden, findet jedes Jahr im Februar ein Musikfestival auf internationalem Niveau statt. Die Zentralregion ist das größte Weinanbaugebiet des Landes. Hier werden auch die meisten Trauben für den Export angebaut. Die Hauptstadt Santiago bietet viele kulturelle Möglichkeiten mit ihren verschiedenen Museen, Konzerthäusern, einem großen Geschäftsviertel und Wintersportangeboten (zwischen Mai und August) in benachbarten Skigebieten wie Valle Nevado, La Parva, Farellones, Portillo und anderen.

Zu der Zentraleregion gehören auch die Osterinseln, die für ihre kolossalen Statuen, ihre antiken archäologischen Stätten und die schönen, weißen Sandstrände Hanga-Roa berühmt sind.  Die Fluggesellschaft LAN bietet zu Ostern Direktflüge von Santiago an.

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Der Süden beginnt mit der historischen Hauptstadt von Araucania, Concepción. Es ist die Region, aus der die Mapuche (araukanisch), wichtigstes Volk Chiles, stammen, deren Kultur und Einfluss sich bis nach Temuco zogen. Die Mapuche lebten unabhängig, bis ihr Gebiet 1881 befriedet und an die Republik angeschlossen wurde. Einige Mapuche Familien bieten heute Unterkünfte in der typischen "Ruka"-Bauweise an und auf dem Temuco Markt beispielsweise, können Sie Textilien und Kunsthandwerk aus Silber und Korbweide erstehen. Es gibt auch zweisprachige Schulen in Araucanía, die die Entwicklung der Sprache der Mapuche oder Mapudungun fördern. Die Urvölker genießen in Chile verfassungsrechtliche Anerkennung.

Der Araucaria Baum (Araucaria araucana) (Nadelbaum) und die chilenische Wachsglocke bilden zusammen mit dem im Süden vorkommenden Andenhirsch und dem Kondor die nationalen Sinnbilder Chiles.

Weiter im Süden finden wir die Region der Großen Seen, mit den Städten Valdivia, Puerto Montt, Puerto Varas, Frutillar, Osorno, und anderen. In dieser gemäßigten und regnerischen Klimazone gab es seit 1850 eine große deutsche Einwanderungswelle. Sie wurde von ihrer Herkunft und dem liberalen Abgeordneten Schatzmeister für Calau in Brandenburg, Carl Anwandter, geleitet, der nach der Revolution von 1849 beschloss, mit seiner Familie und vielen Liberalen dieser Zeit zu emigrieren. Den Spuren Anwandters folgten mehr als 10.000 Deutsche, die sich in Gruppen in dieser Region niederließen und bis heute dieser wunderschönen Gegend von Chile einen besonderen kulturellen Charakter und Lebensform verleihen. Dieses historische Ereignis war von entscheidender Bedeutung für Chile. Der geographischen Länge und Breite nach, verfügt Chile heute über 26 deutsche Schulen mit ca. 30 Tausend Studenten. Die älteste deutsche Schule des Landes steht in Valdivia, und wurde im Jahre 1858 von Karl Anwandter selbst gegründet. Es wird geschätzt, dass zwischen 500 bis 600 Tausend Chilenen deutscher Herkunft sind. Die wichtigste deutsch-chilenische Kulturorganisation ist der Deutsch - Chilenischer Bund (DCB) www.dcbliga.cl gegründet in 1916, der sich aus einem wichtigen historischen Archiv, dem „Archiv Emilio Held“, mit Sitz in Santiago konstatiert.

Bleiben wir auf dem Weg nach Süden, so stoßen wir auf die schöne und grüne Insel Chiloé. Ihre im achtzehnten Jahrhundert unter der Aufsicht und dem Einfluss der Jesuiten-Missionare aus Bayern und Böhmen erbauten hölzernen Kirchen sind Weltkulturerbe der UNESCO.  Die Insel verfügt über eine reiche Tradition von Folklore und Kunsthandwerk, das sich in mehr als 300 Jahren entwickelt hat.

Noch weiter südlich liegen das chilenische Patagonien und die Insel Feuerland, die Chile mit dem Nachbarland Argentinien teilt. In dieser Region findet man die großen Gletscher und den bekannten Nationalpark Torres del Paine, dessen Schönheit jeden Besucher verzaubert. Die Magellanstraße bietet die Gelegenheit, den alten und bis zur Öffnung des Panamakanals einzigen Seeweg zwischen dem Atlantik und dem Pazifik, kennenzulernen. Nicht weit entfernt liegt das Kap Hoorn, die mystische Kreuzung, wo die Überreste von Hunderten von Schiffen zu finden sind, die es nicht geschafft hatten, das harte Klima der südlichsten Region Chiles zu überwinden. Die Hauptstadt mit täglichen Flügen von und nach Santiago, ist Punta Arenas. Schließlich besteht für die abenteuerlustigsten die Möglichkeit, von Punta Arenas eine Reise zur chilenischen Antarktis zu unternehmen.